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Rollator, Rollstuhl und Co. - Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Menschen im Rollstuhl, mir Rollator

Pflegehilfsmittel, genauer gesagt Hilfsmittel der häuslichen Pflege, sollen allgemein zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbständigere Lebensführung ermöglichen. In der Praxis fallen darunter unzählige Produkte vom Rollator bis zum Pflegebett.

In diesem Beitrag erklären wir, wie die Pflegekasse Hilfsmittel unterscheidet, stellen Ihnen ausgewählte Pflegehilfsmittel vor und beantworten die Frage „Wer bezahlt das eigentlich?“.


Hilfsmittel im Überblick

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht der Hilfsmittel sowie deren Merkmale:

  Technische Hilfsmittel Pflegeverbrauchsmittel Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes
Kurzbeschreibung Produkt zur mehrmaligen oder dauerhaften Verwendung Produkt zur einmaligen Verwendung (Verbrauchsartikel) Konkrete (Bau-/Umbau-) Maßnahme
Bezugsweg Auf Rezept oder frei erhältlich Antragstellung durch den Pflegebedürftigen Antragstellung vor Beginn der Maßnahme
Kostenübernahme Zuzahlung von 10 %, höchstens jedoch 25 Euro je Pflegehilfsmittel (Ausnahme: Befreiung nach §62 SGB) Mit Pflegegrad kostenfrei bis zu einem Höchstbetrag von 40,- EUR / Monat Bis zu 4.000,- EUR je Einzelmaßnahme; bis zu 16.000,- EUR bei Wohngemeinschaften
Beratungsstelle Kranken- und Pflegekasse, Pflegedienst, Apotheke, Sanitätshaus, Hausarzt Krankenkasse, Pflegedienst, Apotheke, Sanitätshaus Krankenkasse, Pflegedienst
Beispiele Pflegebett, Rollator, Hebelifter, Rollstuhl, Duschstuhl, etc. Händedesinfektion, Schutzhandschuhe, Mundschutz, etc. Umzug, Schaffung von barrierefreien Räumen

Grundsätzlich unterscheidet man die drei Kategorien technische Hilfsmittel, Pflegeverbrauchsmittel und Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds.

Technische Pflegehilfsmittel

Technische Pflegehilfsmittel sind meistens langlebige Hilfsmittel. Beispiele sind Rollstuhl, Pflegebett, Rollator, Duschhocker, Badewannenlift oder Hausnotrufgeräte. Diese Art von Hilfsmittel wird häufig leihweise zur Verfügung gestellt. 

Die Pflegeversicherung unterscheidet bei Pflegehilfsmitteln u.a. folgende Produktgruppen:

Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege (Produktgruppe 50)

  • Pflegebetten
  • Pflegebettenzubehör
  • Pflegebettzurichtungen
  • Spezielle Pflegebett-Tische
  • Pflegeliegestühle

Pflegehilfsmittel zur Körperpflege/Hygiene (Produktgruppe 51)

  • Waschsysteme und Haltegriffe
  • Duschwagen
  • Produkte zur Hygiene im Bett — Bettpfannen, Urinflaschen, Urinschiffchen, wiederverwendbare saugende Bettschutzeinlagen

Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität (Produktgruppe 52)

  • Hausnotrufsysteme, Solitärgeräte
  • Hausnotrufsysteme, angeschlossen an eine Zentrale

Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden (Produktgruppe 53)

  • Lagerungsrollen
  • Lagerungshalbrollen

Je nach Hilfsmittel können Zuzahlungen fällig werden. Ähnlich wie bei der Krankenversicherung gibt es hier Zuzahlungsgrenzen bis zu 25,- EUR pro Hilfsmittel. Neben der Bereitstellung hat der Pflegebedürftige auch Anspruch auf Reparatur bzw. der Ersatz der Artikel. Besonders häufig müssen Rollatoren, Duschhocker und Sitzhilfen gewartet oder ersetzt werden.

Wenn Seitens der Krankenkasse (meist nach Überprüfung durch den MDK) keine Notwendigkeit festgestellt wird, können die gewünschten Produkte auch auf eigene Rechnung bezogen werden.

Pflegeverbrauchsmittel

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel (Pflegeverbrauchsmittel) werden, von Personen die zuhause versorgt werden und bei denen ein Pflegegrad festgestellt wurde, bis zu einem Wert von 40,- EUR pro Monat von der Kranken- bzw. Pflegekasse übernommen. Die Produktauswahl ist vom GKV-Spitzenverband definiert und einheitlich für alle zertifizierten Lieferanten. Im Einzelnen gehören dazu Einmalhandschuhe, Fingerlinge, Bettschutz, Desinfektionsmittel, Schutzschürzen und Mundschutz.

Zuschüsse für Bau-, Umbau und Umzug

Zudem gibt es Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes. Diese sollen es dem Pflegebedürftigen ermöglichen, so lange wie möglich in seinem gewohnten Umfeld leben zu können.

Häufige Maßnahmen sind beispielsweise der Umbau eines Raumes (barrierefreies Bad) oder die Entfernung von Stufen und Engpässen. Auch ein Umzug fällt unter die Maßnahmen. Bezuschusst wird eine Einzelmaßnahme mit bis zu 4.000,- EUR pro Pflegebedürftigem Patienten. Bei Ehepaaren und Wohngemeinschaften kann der Zuschuss pro Person gewährt werden. Derartige gemeinschaftliche Maßnahmen sind bis zu 16.000,- EUR zuschussfähig.

Da diese Förderung auf Einzelmaßnahmen anzuwenden ist, kann für jede Maßnahme ein neuer Antrag gestellt werden. Wichtig: Wie bei den meisten Zuschüssen und Förderungen gilt, dass der Antrag unbedingt vor Beginn der Maßnahme gestellt werden muss. Weitere Informationen erhalten Sie von den Kranken- und Pflegekassen sowie von ihrem Pflegedienst. 

In Kürze: Kostenlose Pflegehilfsmittel sichern

Im Rahmen des Elften Sozialgesetzbuchs (§ 40 SGB XI) haben Pflegebedürftige Personen mit einem Pflegegrad (ehemals Pflegestufe) Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 40 Euro monatlich. In unserem nächsten Artikel erfahren Sie, wie Sie vollkommen kostenfrei Hilfsmittel wie Bettschutzunterlagen und Desinfektionsmittel erhalten können.

Sowohl in Pflegeheimen als auch  in den eigenen vier Wänden - wer Betreuung und Pflege benötigt, ist auf zuverlässige und fachkundige Pflegekräfte angewiesen. Der Serva Pflegeservice bietet seinen Kunden ambulante Pflegedienstleistungen für die Pflege daheim und berät Unternehmen und Privatpersonen im Rahmen der Vermittlung von Pflegepersonal und Haushaltshilfen. » Kontakt

 

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