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Das Herz Kreislauf System - Veränderungen im Alter und Tipps

Älteres Paar - Mann und Frau

Die Entwicklung von Herz und Gefäßen im Alter -
Erkrankungen und Empfehlungen zur Prävention

Die gute Nachricht im Vorfeld: viele altersbedingte Veränderungen von Herz und Blutgefäßen lassen sich durch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung deutlich verringern. Dabei spielt es keine Rolle, wann Sie mit Ihrem Sportprogramm oder einer Ernährungsanpassung beginnen.

Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems sind der Grund für über 35% der Todesfälle und stellen damit mit Abstand die häufigste Todesursache dar.

Wie wir das Risiko einer Erkrankung minimieren und wie das Alter unser Herz- Kreislaufsystem beeinflusst lesen Sie in diesem Artikel.

 

Artikelübersicht:


Veränderungen am Herz-Kreislauf-System im Alter

Im Alter vergrößert sich das Herz etwas, bekommt dickere Wände und etwas größere Kammern. Im Herzmuskel werden mit höherem Alter zunehmend Fett- und Bindegewebe eingelagert. Das Herz nimmt zwar insgesamt an Gewicht zu, die Muskelmasse nimmt jedoch ab. Gleichzeitig wird seine Leistungsfähigkeit geringer. Die Herzfrequenz sinkt, und die Transportkapazität des Kreislaufs an Sauerstoff nimmt ab. Der Herzmuskel wird allmählich schwächer.

In Ruhephasen funktioniert ein älteres Herz fast so wie ein junges, nur die Herzfrequenz (die Anzahl der Schläge pro Minute) ist etwas geringer. Im Vergleich zu jüngeren Menschen steigt die Herzfrequenz bei älteren Menschen zudem nicht so sehr an, wenn sie Sport machen.

Im Laufe des Lebens bildet sich ganz allmählich das Herzmuskelgewebe um. Beim alternden Menschen finden sich im Herzmuskel zunehmend Bindegewebe. Der Herzmuskel kann dadurch nicht mehr so kräftig schlagen. Die Menge Blut, die mit jedem Herzschlag befördert wird - das Schlagvolumen- die Menge des Blutes, das in einer Minute ausgeworfen wird - das Herz-Minuten-Volumen- nehmen langsam ab.

Dadurch sinkt die körperliche Leistungsfähigkeit des Menschen. In körperlich anstrengenden Situation kann das Herz nur noch über einen schnelleren Herzschlag die Versorgung des Körpers sicherstellen.

Die Elastizität der Arterien sinkt

Schon ab dem 30. Lebensjahr beginnen sich auch die Wände der Blutgefäße zu verändern. Das betrifft auch die Herzkrankgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen. Die Elastizität der Arterien nimmt ab. Es bildet sich sich eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Arteriosklerose.

Als Folge dieser Veränderungen nimmt die Fähigkeit der Arterien ab, Blutdruckschwankungen durch Änderung ihres Durchmessers und ihrer Wandspannung auszugleichen. Daher lässt sich bei vielen älteren Menschen ein konstant erhöhter Blutdruck beobachten. Die Veränderung der Blutgefäße und die verminderte Schlagkraft des Herzen bewirken zusammen, dass der Herzmuskel kontinuierlich unter einer minimalen Minderversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen leidet. Dies wirkt sich negativ auf die Schlagkraft und die Leistungsfähigkeit aus.

Die Dicke des linken Herzmuskels nimmt zu

Als Folge dieser normalen altersbedingten Veränderungen an Herz und Blutgefäßen können sich verschiedene Erkrankungen entwickeln. Der Körper ist bestrebt, die verminderte Schlagkraft durch Muskelwachstum auszugleichen. Deshalb ist bei den meisten Menschen ab dem 70. Lebensjahr mit einem Längen- und Dickenwachstum des Herzmuskels (Linksherzhypertrophie) zu rechnen. Im Krankheitsfall entsteht so eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) aufgrund eines erhöhten Blutdrucks (Hypertonie), einer Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, einer nachlassenden Pumpleistung des Herzens sowie durch Herzrhythmusstörungen. Mögliche Folgen einer Herzschwäche sind nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit, Luftnot (insbesondere bei Belastung) sowie Ansammlung von Wasser in der Lunge und/oder in den Beinen.

Koronare Herzkrankheit

Eine Koronare Herzkrankheit (KHK, s.u.) ist ein Sammelbegriff für vorübergehende oder bleibende Durchblutungsstörungen des Herzens. Sie entwickelt sich dann, wenn die arteriosklerotischen Veränderungen (umgangssprachlich „Arterienverkalkung“) in den Herzkranzgefäßen sehr ausgeprägt sind. Ein zu hoher Blutdruck trägt zur Entwicklung dieses Krankheitsbildes bei. Beschwerden bestehen in Form von Brustschmerzen und Engegefühl in der Brust. Im schlimmsten Fall kann es zu Folgeerkrankungen wie Herzschwäche, Herzinfarkt und Herzrhythmusstörungen kommen.
 
Arteriosklerose

Auch die Arteriosklerose kann zu Folgeerkrankungen führen, etwa zur sogenannten «peripheren arteriellen Verschlusskrankheit». Das bedeutet, dass die "verkalkten" Arterien - insbesondere die nach außen hin immer kleiner werdenden Arterien - nicht mehr in der Lage sind, das Gewebe ausreichend mit Blut zu versorgen.

Das äußert sich unter anderem in Beinschmerzen beim Gehen sowie blassen und kalten Füßen. Im schlimmsten Fall stirbt Gewebe ab, es entwickeln sich schlecht oder nicht heilende Wunden bis hin zum "offenen Bein». Vor allem in Kombination mit einem zu hohen Blutdruck steigt bei Arteriosklerose das Risiko für Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

 


Die Koronare Herzkrankheit

Die Koronare Herzkrankheit (mediznisch auch: Chronische Ischämische Herzkrankheitzählt — CIH) zählt zu den Krankheiten des Kreislaufsystems. Die Krankheiten des Kreislaufsystems insgesmt stellen mit etwa 35% vor Krebs die häufigste Todesursache in Deutschland dar:

Todesursachen in Deutschland, 2021; Quelle: Destatis


Die Koronare Herzkrankheit wird in den meisten Fällen durch die Arteriosklerose verursacht. Hierbei führen Ablagerungen in den Gefäßwänden (von Fett, Kalzium, Entzündungszellen) zu einer Versteifung und zu einer fortschreitenden Verminderung des Gefäßquerschnitts (obstruktive KHK) bis hin zur vollständigen Verstopfung.

Sauerstoff-Minderversorgung des Herzmuskels

Als Ischämie bezeichnet man die krankhaft eingeschränkte Durchblutung eines Gewebes infolge mangelnder Zufuhr von sauerstoffreichem Blut. Wenn die Koronararterien (Herzkranzgefäße) verengt werden, kann es zu einer Sauerstoff-Minderversorgung des Herzmuskels kommen.

In der Folge entsteht ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot, welches dann bezogen auf Herz und Herzkranzgefäße als Koronarinsuffizienz bezeichnet wird.

Das Leitsymptom der Koronaren Herzkrankheit ist die Angina pectoris (Brustenge). Mit zunehmendem Fortschreiten der Erkrankung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Begleiterscheinungen; das können Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz sein, außerdem akute lebensbedrohliche Komplikationen wie Herzinfarkt und plötzlicher Herztod.


Risikofaktoren und Risikoverminderung

Nach einem Artikel des Deutschen Ärzteblatts von 2006 (siehe Links unter dem Text) kommen folgende Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Betracht:

Somatische Risikofaktoren:

  • Rauchen
  • Ernährungsabhängige Risikofaktoren
  • Hohe Cholesterinwerte
  • Hohe Triglyzeridwerte
  • Adipositas
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Bluthochdruck
  • Körperliche Inaktivität

Psychosoziale Risikofaktoren:

  • Chronische (berufliche) Stressbelastungen
  • Soziale Isolation
  • Feindseliges Verhalten/Ärgerbereitschaft
  • Depression/Angst
  • Sozioökonomische Benachteiligung


Risikoreduktion — Auswirkungen von Lebensstilveränderungen

In dieser Tabelle geht es um die Risikoreduktion, die bei der Prävention durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden kann. Sie basiert auf einer Studie  (Blumenthal et al., siehe unten) zur Prävention bei Personen, bei denen Risikofaktoren vorliegen («Sekundärprävention»).

Lebensstilveränderungen ARR % Studiendauer (Jahre)
Beendigung des Rauchens
7,7 4,8
Koronarprotektive Ernährung
Fettarme Kost (Studiendauer 3 Jahre)
Fettarme Kost (Studiendauer 12 Jahre)
Mediterrane Kost

16
38
12*

3
12
4
Regelmäßige körperliche Aktivität
2,2 3
Abbau von chronischen Streßbelastungen
20,9* 5
ARR: Absolute Risikoreduktion in Prozent


7 Grundregeln zur Vorbeugung

Im Jahr 2010 hat die American Heart Association (AHA) folgendes Ziel angekündigt: „Bis 2020 die kardiovaskuläre Gesundheit aller Amerikaner um 20 % zu verbessern und gleichzeitig die Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle um 20 % zu reduzieren.“

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das Konzept der idealen kardiovaskulären Gesundheit  anhand von 7 Gesundheitsverhalten oder -faktoren definiert, zu denen Rauchen, körperliche Aktivität, Fettleibigkeit, Nahrungsaufnahme, Gesamtcholesterin, Blutdruck und Blutzucker gehören.

Die Idee, diese idealen Ziele für diese sieben Gesundheitsfaktoren und Verhaltensweisen zu erreichen, wird in den USA durch den Einsatz des Online-Gesundheitsbewertungstools / Apps «My Life Check / Good Habits build better health» und der Gesundheitskampagne «Life’s Simple Seven» der AHA und der American Stroke Association gefördert.

In den Auswertungen und Untersuchungen dazu stellte sich zudem auch ein positiver Effekt dieser Regeln auf die Krebs-Vorbeugung heraus.

Die 7 Grundregeln der AHA lauten:

  • Körperlich aktiv sein
  • ein gesundes Gewicht halten
  • gesund essen
  • einen gesunden Cholesterinspiegel halten
  • Blutdruck niedrig halten
  • normalen Blutzucker halten
  • nicht rauchen

Diese Regeln sind inzwischen recht bekannt und in den Medien verbreitet. Betrachten wir zunächst, was «Gesund essen» im Alter bedeutet.


Ernährung im Alter — Fehlernährung und Vorbeugung

Im Alter kann es zu Funktionseinschränkungen von Organen kommen. Deren geminderte Funktion kann bei der Auswahl der Lebensmittel berücksichtigt werden. Einige der Veränderungen im Alter:

  • Die Anpassung an veränderte Situationen dauert länger.
  • Die Sauerstoffversorgung der Zellen lässt nach.
  • Die Zellen der Bauchspeicheldrüse sind häufig geschwächt. Dadurch erfolgt eine schlechtere Regulation des Blutzuckers, was zu einem Diabetes mellitus führen kann.
  • Die Funktionen von Leber und Niere lassen nach.
  • Die Knochendichte und die Skelettmuskulatur verändern sich. Dies kann zu einer Osteoporose führen.
  • Nährstoffe, vor allem Vitamine werden nicht mehr so gut resorbiert.
  • Der Energiebedarf ist geringer als in jungen Jahren. Wird dies nicht berücksichtigt, kann Übergewicht entstehen.
  • Probleme bei der Fortbewegung (Immobilität) bereiten Schwierigkeiten beim Einkauf und der Zubereitung der Mahlzeiten.
  • Die Verdauungstätigkeit lässt nach. Häufig besteht eine Verstopfung.
  • Es besteht eine Tendenz zu erhöhten Fett-, Cholesterin- und Harnsäuregehalten im Blut.
  • Das Kauen kann Schwierigkeiten bereiten, da die "dritten Zähne" häufig nicht so funktionstüchtig sind wie die zweiten.
  • Häufig behindern Schluckstörungen, Entzündungen der Speiseröhre oder des Magens die Nahrungsaufnahme.
  • Durst, Hunger und Appetit lassen nach.


Ernährung und Fehlernährung bei Senioren

Nicht nur die altersbedingten Veränderungen des Körpers bestimmen den Ernährungszustand, auch andere Faktoren wie die Lebenssituation, das Einkommen, das soziale Umfeld, die Wohnsituation und vieles mehr nehmen Einfluss auf den Ernährungsstatus.

Viele ältere Menschen ernähren sich leider nicht optimal. Hinzu kommt, dass einige Medikamente, die besonders von älteren Menschen eingenommen werden, eine Fehlernährung unterstützen können. Hier sind an erster Stelle die "Rheumamittel" zu nennen, die u. a. zu chronischen Entzündungen des Magen-Darm-Traktes führen können. Eine weitere wichtige Gruppe sind die Entwässerungstabletten (Diuretika), die wegen Herzschwäche oder Bluthochdrucks eingenommen werden. Sie können zu schwerem lebensbedrohlichen Flüssigkeitsmangel und Elektrolytstörungen führen.

So ist es nicht verwunderlich, dass Fehlernährung (Malnutrition) bei ärztlichen Untersuchungen die häufigste Diagnose bei betagten Menschen ist. Die folgenden Auswirkungen einer Fehlernährung werden dabei besonders häufig festgestellt:

  • Über- oder Untergewicht
  • Ein Mangel an Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen (v.a. Vitamin C, Vitamin D, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12, Calcium, Eisen und Zink)
  • Flüssigkeitsmangel (besonders in den Sommermonaten)
  • Mangel an Ballaststoffen


Koronarprotektive Ernährung — Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen

Aufgrund einer Vielzahl von epidemiologischen Studien ist seit langem bekannt, dass sich eine fettarme Ernährung (Fettanteil < 20 Prozent) wahrscheinlich günstig auf den Langzeitverlauf der koronaren Herzkrankheit auswirkt.

Als eine Pionierarbeit auf diesem Gebiet gilt die «Lifestyle-Heart-Trial» Studie von Ornish und Mitarbeitern. Mit ihr wurde gezeigt, dass eingreifende Interventionsmaßnahmen wie eine streng fettarme Kost, Nichtrauchen, Maßnahmen zur Stressbewältigung und regelmäßige körperliche Aktivität schon nach einem Jahr zur Rückbildung von Verengungen der Herzkranzgefäße (Koronarstenosen) führen können.

In den 1990er Jahren wurde in Frankreich ein anderer Ansatz untersucht, die „mediterrane Kost“. Es handelt sich um eine Ernährung, die relativ reich an ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren ist. In der Lyon-Diet-Heart-Studie wurde die Effektivität dieser Ernährungsweise bei KHK-Patienten überprüft. Die Patienten der Interventionsgruppe wurden mit reichlich Brot, Gemüse, Obst, Fisch, Olivenöl, wenig Fleisch und einer Margarine mit angereicherter Alpha-Linolensäure ernährt.

In Bezug auf Todesfälle und erneute Herzinfarkte ergab sich bei dieser Studie nach einer Beobachtungszeit von vier Jahren eine Absolute Risikoreduktion (ARR) um zwölf Prozent, bei einer Sudie mit Beobachtungszeit von 12 Jahren sogar eine Absolute Risikoreduktion um 38 Prozent (Siehe Tabelle «Lebensstilveränderungen» oben). Die Absolute Risikoreduktion für die Summe aus Gesamtsterblichkeit und koronaren Ereignissen betrug zehn Prozent.


Körperliche Aktivität

Ebenfalls ist aus Studien zur Häufigkeit und Verteilung von Krankheiten in der Bevölkerung seit vielen Jahren bekannt, dass regelmäßige körperliche Aktivität von mittlerer Intensität (z.B. zügiges Spazierengehen, Radfahren, leichte Gartenarbeit, Hausarbeit) einen günstigen vorbeugenden Einfluss auf die Koronare Herzkrankheit hat.

Dabei gelten die Regelmäßigkeit (möglichst täglich, mindestens drei bis vier mal wöchentlich) und die Dauer (jeweils mindestens 30 bis 60 Minuten täglich) als wichtiger als die Intensität der Belastung.

Die tatsächliche Wirksamkeit von regelmäßiger körperlicher Aktivität zur Prävention lässt sich aufgrund einer Metaanalyse (O'Connor und Mitarbeiter) eindeutig belegen. Bei einer Beobachtungszeit von drei Jahren betrug die Absolute Risikoreduktion hinsichtlich der Gesamtsterblichkeit in der Interventionsgruppe 2,2 Prozent. Vergleichbare Ergebnisse wurden kürzlich in einem weiteren Review (Cochrane Library) vorgelegt.


Abbau chronischer Stressbelastungen

Von erheblicher Wirksamkeit ist im Zusammenhang mit chronischer Stressbelastung die Reduktion von Stress durch Stressmanagement — u.a. durch einen bewussteren Umgang mit Stress bzw. aktive Selbstregulation. Unter Selbstregulation versteht man die Fähigkeit, eigene Gedanken, Gefühle und Verhalten an die Anforderungen einer bestimmten Situation besser anzupassen.

Eine Studie (Blumenthal und Mitarbeiter) ergab dazu, dass das Risiko für einen „kardialen Zwischenfall“ (Herztod, nichttödlicher Herzinfarkt, Bypassoperation …) für die Gruppe von Studienteilnehmern mit reduziertem Stress durch aktives Stress-Management/ Selbstregulation (Stressmanagementgruppe) im Vergleich zur Kontrollgruppe um 20,9 Prozent reduziert war.


Wirksamkeit von Lebensstilveränderungen im Vergleich zur medikamentösen Therapie

Im Vergleich zur medikamentösen Prävention hat allein die Beendigung des Rauchens einen Effekt, der dem einer medikamentösen Kombinationstherapie in etwa entspricht.

Als Medikamente werden in einer medikamentösen Kombinationstherapie beispielsweise eingesetzt:

Blutplättchenhemmer: Diese erhindern das Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozyten) und beugen damit Blutgerinnseln (Thrombosen) in den Herzkranzgefäßen vor. Wirkstoff der Wahl für die Koronare Herzkrankheit ist Acetylsalicylsäure (ASS).

Beta-Rezeptoren Blocker: Die sogenannten „Betablocker“ senken den Blutdruck, verlangsamen den Herzschlag, mindern so den Sauerstoffbedarf des Herzens und das Herz wird entlastet. Nach einem Herzinfarkt oder bei einer KHK mit Herzinsuffizienz wird das Sterblichkeitsrisiko gesenkt. Bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit und Bluthochdruck sind Beta-Blocker das Medikament der Wahl

Lipidsenker: Die Blutfett-senkende Therapie erfolgt vornehmlich mit Statinen. Sie senken den Cholesterinspiegel und verlangsamen das Fortschreiten der Arteriosklerose. Auch Patienten mit normalen Blutfettwerten profitieren.

Insgesamt überschreitet die Wirksamkeit von Lebensstilveränderungen wie regelmäßige körperliche Aktivität und der Abbau von chronischen Stressbelastungen in der Summe die Effektivität einer kombinierten medikamentösen Therapie um das Mehrfache. Dies stellt das Dutsche Ärzteblatt fest (Link zum Artikel s.u.).


Vitamin D Versorgung und Herzkrankheiten

Auch eine gute Vitamin-D-Versorgung kann der Koronaren Herzkrankheit vorbeugen.

In der «Health Professionals Follow-up Study» war das Risiko für einen Myokardinfarkt bei Männern mit Vitamin-D-Mangel (Plasma-25-OH-Vitamin D von höchstens 15 ng / mL) um den Faktor 2,4 höher als bei Gleichaltrigen mit ausreichender Vitamin-D-Versorgung (Plasma-25(OH) D von mindestens 30 ng / mL). Selbst unter Berücksichtigung von KHK-Risikofaktoren wie positive Familienanamnese, Hypertonie, ungünstiges Lipidprofil und Übergewicht war das Myokardinfarkt-Risiko bei niedrigen Vitamin-D-Werten immer noch verdoppelt.

Erhoben wurden diese Studiendaten bei 18.225 Männern im Alter zwischen 40 und 75 Jahren, deren Blut untersucht worden war. Zu Studienbeginn hatte noch keiner der Männer eine Koronare Herzkrankheit. Innerhalb der nächsten zehn Jahre hatten 454 Studienteilnehmer einen nichttödlichen Herzinfarkt oder ein tödliches KHK-Ereignis erlitten.

In einer anderen Studie mit mehr als 3000 Männern und Frauen waren bei denen mit niedrigen Vitamin-D-Werten (median 7,7 und 13,3 ng/ml) innerhalb von 7,7 Jahren die kardiovaskuläre sowie auch die Gesamtsterberate verdoppelt. Als Vergleich dienten Teilnehmer mit guter Vitamin-D-Versorgung (median 28,4 ng/ml).

Die Angaben in diesem Absatz beziehen sich auf diesen Abschnitt unter «Koronare Herzkrankheit» bei Wikipedia.


Diabetiker und ältere Menschen sind nicht selten symptomlos

Manche Menschen, vor allem Diabetiker, haben keinerlei oder kaum auffällige Beschwerden - obwohl sie an einer Koronaren Herzkrankheit leiden. Man spricht in diesem Fall von einer stummen Ischämie (Mangeldurchblutung).

Meist sind bei den Betroffenen die Nerven durch eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) so geschädigt, dass sie die Schmerzsignale durch die Koronare Herzkrankheit nicht mehr richtig weiterleiten (Diabetische Neuropathie). Der Herzmuskel wird also geschädigt, ohne dass der Diabetiker dies bemerkt. Auch bei Menschen, die älter als 75 Jahre sind, können die Koronare-Herzkrankheit-Symptome untypisch sein.

Sie können sich etwa in Übelkeit und Schwindel äußern, ohne typische Schmerzen in der Brust oder im linken Arm.

 

Fazit

Obwohl altersbedingte Veränderungen von Herz und Blutgefäßen zu den Koronaren Herzrankheiten führen können und solche Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland sind, lässt sich das Erkrankungsrisiko doch mit einer ausgewogenen Ernährung und mit regelmäßiger körperlicher Betätigung von mindestens 30 Minuten mindestens 3-4 Mal je Woche deutlich verringern.

Tatsächlich scheint es auch kaum eine Rolle zu spielen, wann Sie mit Ihrem Sportprogramm oder einer Ernährungsanpassung beginnen. Dafür ist immer ein guter Zeitpukt, auch wenn schon erste Risikofakoren bestehen.

 

Quellen und weiterführende Links:

 

Als ambulanter Pflegedienst für die Regionen Cham und Regen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

 

 

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