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Blutdruck: Messung und Blutdruckwerte einfach erklärt

Blutdruckmessung - Manschette am Arm

Aktuellen Schätzungen zu Folge leiden in Deutschland über 20 Millionen Menschen an Bluthochdruck (Hypertonie). Je älter ein Mensch wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Hypertonie.

Im Alter zwischen 70 und 79 Jahren sind drei von vier Menschen betroffen. Für viele Menschen sind die regelmäßige Messung und die Beobachtung ihrer Blutdruckwerte daher wichtig.

Doch was bedeutet eigentlich Blutdruck und wofür stehen die Messwerte? Diese und weitere Fragen zum Thema Blutdruck und Co. möchten wir heute beantworten.

 

Artikelübersicht:

 


1. Blutdruck einfach erklärt

Der Blutdruck ist der Druck des Blutes in den Blutgefäßen.

Er verändert sich ständig und ist unter Anderem abhängig von:

  • der aktuellen (Un-)Tätigkeit
  • dem Körperbau
  • der Herzleistung
  • dem Widerstand der Gefäßwände
  • vom Volumen in der Blutbahn.

Auch das Wetter hat Einfluss auf den Blutdruck.

Grundsätzlich steigt der Blutdruck in Stresssituationen und fällt in Entspannungsphasen. Als veränderliche Größe passt sich der Blutdruck an die jeweiligen Situationen an und reguliert z.B. die Sauerstoffversorgung der Muskeln.

Ein erhöhter Blutdruck ist für einen gesunden Menschen also eine ganz normale Körperreaktion. Problematisch wird es allerdings, wenn dauerhaft ein erhöhter Blutdruck bei einem Menschen gemessen wird. Dies bezeichnet man auch als Hypertonie. Das Gefährliche daran ist, dass Bluthochdruck der Hauptfaktor für Herz-Kreislauferkrankungen darstellt. Diese wiederum sind statistisch für die meisten Todesfälle verantwortlich.


2. Blutdruckmessung

Wußten Sie schon?

RR steht im Rahmen der Blutdruckmessung für Riva-Rocci. Scipione Riva-Rocci war ein Mediziner aus Italien, der als erster eine Methode zur Messung des Blutdrucks mit Hilfe einer pneumatischen Luftdruck-Manschette beschrieben hat. Damit ist er praktisch der Urvater der modernen Messgeräte.

Spricht man ohne weiteren Zusatz von der Blutdruckmessung, so ist meist die Messung des arteriellen Drucks in den Schlagadern auf Herzhöhe gemeint (häufig mit RR abgekürzt). Die Messergebnisse werden in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) und in Form von zwei Zahlen angegeben.

Der höchste Wert ist der systolische Wert. Er entsteht, wenn das sauerstoffreiche Blut aus dem Herzen ausgestoßen und in die Gefäße gepumpt wird. Während das Blut in die Gefäße transportiert wird, senkt sich der Blutdruck. Der Begriff kommt vom griechischen «Systole» und bedeutet «Zusammenziehen», bezieht sich also auf die Pumpphase des Herzens.

Der niedrigste Wert ist der diastolische Wert. Dieser wird gemessen, wenn sich der Herzmuskel wieder mit Blut füllt. Der Begriff kommt vom griechischen «Diastole» und bedeutet die «Ausdehnung»,  bezieht sich also auf die Wiederausdehnung des Herzmuskels.

Blutdruckmessung - InfografikIn den meisten medizinischen Bereichen wird der Blutdruck am Oberarm, mit Hilfe einer Blutdruckmanschette gemessen.

Dabei sollten Messungen stets in Ruhe erfolgen - nach einem 200-Meter-Sprint ist ein erhöhter Blutdruck kaum verwunderlich.



3. Was sind normale Blutdruckwerte?

Einen einheitlichen und normalen Blutdruckwert gibt es nicht, da individuell und in jedem Lebensalter Schwankungen auftreten.

Der Normwert liegt bei Erwachsenen im Ruhezustand systolisch bei 120-129 mmHg und diastolisch bei 85-89 mmHg.


Blutdruckwerte und ihre Einordnung:

Klassifikation systolisch (mmHg) diastolisch (mmHg)
niedrig 105-119 60-79
normal - niedrig 120-129 80-84
normal - hoch 130-139 85-89
leichter Bluthochdruck 140-159 90-99
mittelschwerer Bluthochdruck 160-179 100-109
schwerer Bluthochdruck > 180 > 110

 


4. Bluthochdruck (Hypertonie)

Ein Bluthochdruck liegt vor, wenn der systolische Wert über 140 mmHg oder der diastolische Wert über 90 mmHg beträgt. Eine leichte Blutdruckerhöhung ist meistens nicht spürbar. Bei starker Hypertonie treten Symptome wie Schwindel und Sehstörungen auf.

Ist der Bluthochdruck lange Zeit unerkannt und unbehandelt, erhöht sich das Risiko auf Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Herz- und Nierenschwäche.

Bei Verdacht auf einen erhöhten Blutdruck ist es deshalb wichtig, seinen Hausarzt aufzusuchen – ca. 75% der Betroffenen erreichen durch eine Behandlung gute Blutdruckwerte.

Serva Pflege Tipp
Serva-Tipp

Scheuen Sie sich nicht, bei einer Behandlung Hilfe in Anspruch zu nehmen. Leistungen wie das Verabreichen von Medikamenten, die Insulingabe, Wundverbände u.v.m. müssen Patienten nicht selbst bezahlen – sie werden bis auf einen sehr geringen Betrag komplett von der Krankenkasse übernommen.


5. Was man selbst gegen Bluthochdruck unternehmen kann

Grundsätzlich ist eine gesunde Ernährung und ein kontrolliertes Körpergewicht der wichtigste Faktor.

In Kombination mit sportlicher Aktivität können die Risiken deutlich gesenkt werden, so dass erst gar kein Bluthochdruck entsteht.

Aber auch bereits betroffene Patienten profitieren den oben genannten Maßnahmen. Studien zufolge kann zwei bis dreimal pro Woche praktizierter Sport mittel- und langfristig den Blutdruck und die Blutdruckwerte senken und  sogar ein Medikament überflüssig machen. Da die meisten Patienten eine Kombination aus zwei oder drei Medikamenten erhalten, könnten diese auf eines davon verzichten.



Sie benötigen Hilfe bei der Messung des Blutdrucks? Als ambulanter Pflegedienst für die Regionen Cham und Regen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

 

 

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